Schon früh am Morgen muss der Kammerjäger meistens seinen Tag beginnen. Was er zu tun hat, am jeweiligen Tag, entnimmt er seinem Auftragsbuch, in welchem er sich bestimmt auch schon die jeweiligen Adressen und die Probleme seiner Kunden notiert hat. Die Auftraggeber eines Kammerjägers finden sich in verschiedenen Kategorien. Zum einen rufen Gastronomen den Kammerjäger zu Hilfe, wenn ihre Küche, oder ihr Lokal von Schädlingen oder Ungeziefer befallen sind.
Auch Privatpersonen, die gegen die Flöhe des Hundes, die sich in der Wohnung verteilt haben, kein Mittel mehr wissen, oder Lebensmittelmotten in der Wohnung entdeckt haben, suchen die Hilfe durch einen Kammerjäger. Oftmals muss der Exterminator, wie der Kammerjäger auch bezeichnet wird, auch bei Vermietern seine Künste beweisen, deren Mieter eine vermüllte und von Mäusen und Ratten befallene Wohnung hinterlassen haben. Nachdem er seinen Tagesplan eingesehen hat, bestückt der Kammerjäger sein Auto mit den verschiedenen Fallen und Chemikalien, die er für die jeweiligen Einsätze benötigt. Auch entsprechende Kleidung, wie Handschuhe, Gasmaske oder Mundschutz, Schutzanzug oder Schutzbrille darf er nicht vergessen.
Der Kammerjäger selbst ist meistens den Chemikalien für die Bekämpfung des Ungeziefers ebenso ausgesetzt, wie die Tiere selbst. Um keine gesundheitlichen Schäden zu riskieren, muss er sich durch die Schutzkleidung absichern. Oftmals muss ein Kammerjäger viel aushalten, was ekelige Arbeitsorte, wie zum Beispiel übel riechende Keller, verdreckte Wohnungen oder anderes betrifft. Hat er seine Aufgabe erfolgreich erledigt, fährt er zu seinem nächsten Einsatzort, wo er bestimmt schon sehnsüchtig erwartet wird. Doch auch die Buchführung und das weitere Auftragsmanagement wartet noch auf den Kammerjäger, bevor er mit einer wohlverdienten Dusche seinen Feierabend antreten kann.
