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Der Döner – besser als sein Ruf?

Januar 21st, 2009 · No Comments

Mittlerweile haben sich die kleinen Imbisswägen, in denen Döner Kebab verkauft wird, bis in die kleinsten bayerischen Städte durchgekämpft, und viele Fans geben dieser Entwicklung Recht. Wenn man schnell in der Mittagspause etwas essen möchte, kann man durchaus so einen Döner in Erwägung ziehen, wobei man sich aber entscheiden muss, ob man den Kollegen durch Knoblauchatem den Nachmittag verschönern möchte, oder lieber auf die Soße verzichtet. Auch, wenn die Mama mal keine Zeit hat, etwas zu kochen, freuen sich die Kinder ungemein, wenn so etwas Seltenes, wie ein Döner auf den Tisch kommt. Der Kebab zählt zum Fast Food, und steht deswegen im Ruf, ungesund zu sein.

Döner gibt es als vegetarische Variation, aber auch als normale Ausführung aus Putenfleisch. Schwein wird hier nicht zu finden sein, denn dieses Fleisch gilt im Ursprungsland, der Türkei, als unrein. Grundlage des Snacks ist ein weißes Brotstück, welches an der Seite zu einer Tasche aufgeschnitten wird. Nun wird Fleisch, Salat, weißes und rotes Kraut und ein Stück Tomate in diese Tasche gefüllt. Als letztes kommt die Soße, die aus Quark, Zwiebeln, Knoblauch, Gurken und anderen Zutaten besteht, je nach Brauch im Imbiss. Die Kombination aus diesen Zutaten ist nicht unbedingt zum Fasten geeignet, ist aber auch nicht so schlimm, dass man die Auswahl für dieses Gericht nicht ab und an einmal treffen könnte. Viele andere Gerichte, die man zu sich nimmt, sind bei weitem fetthaltiger und kalorienreicher, als ein Döner. Ein Sauerbraten mit Spätzle und Rotkraut ist eine bei weitem mächtigere Portion, und auch ein halbes Hähnchen ist, wenn man nicht gerade nur die magere Brust verzehrt. Selbst ein Wiener Schnitzel im Brötchen, mit einem kleinen Klacks Ketchup hält im Vergleich der Kalorien locker mit dem Kebab stand.

Auch süße Mittagspausen, wie ein Teilchen vom Bäcker, sind nicht wesentlich gesünder, als ein Döner, eher im Gegenteil, weil hier neben Fett auch Zucker in Massen enthalten ist. Man kann einen Döner in der Mittagspause ausgleichen, wenn man am Abend nur einen Salat oder eine leichte Suppe isst. Da man jedoch auch am Nachmittag noch Leistung bringen muss, ist es ein Fehler, wenn man auf das Mittagessen verzichtet. Jeden Tag ein Döner Kebab muss ja nicht sein, aber ab und an darf man den Weg zum freundlichen Verkäufer am Imbiss schon gehen. Ob man sich eine Portion auf dem Teller bestellt oder zur Variante im Brot greift, ist Geschmackssache. Und auch ob man den Döner mit scharfem Gewürz oder ohne genießt, bleibt jedem selbst überlassen.